PRAKTISCHE TIPPS: SO ERKENNEN SIE VERDÄCHTIGE PFUND-STERLING-NOTEN WIE EIN PROFI

Falschgeld im Umlauf ist kein seltenes Problem – allein 2022 zog die Bank of England über 568 order counterfeit currency.000 gefälschte Pfund-Noten aus dem Verkehr. Das entspricht einem Wert von rund 13,6 Millionen Pfund. Doch nicht jede Fälschung ist auf den ersten Blick erkennbar. Mit diesen praxisnahen Methoden prüfen Sie Scheine wie ein Profi und schützen sich vor Verlusten.

WARUM DIESE PRÜFUNG WICHTIG IST

Jeder dritte Händler in Großbritannien hat bereits Falschgeld angenommen. Bei kleinen Läden liegt die Quote sogar bei 42 %. Die meisten Betrüger zielen auf unaufmerksame Kassierer oder Privatpersonen ab, die Scheine nur flüchtig kontrollieren. Wer die folgenden Schritte beherrscht, reduziert sein Risiko um bis zu 90 %.

DIE DREI SÄULEN DER ECHTHEITSPRÜFUNG

Echte Pfund-Noten vereinen drei Sicherheitsmerkmale: Fühlbare Elemente, sichtbare Details und versteckte Features. Fehlt eines davon, ist der Schein mit hoher Wahrscheinlichkeit gefälscht.

FÜHLBARE MERKMALE: DER ERSTE CHECK

Die Bank of England verwendet seit 2016 spezielle Drucktechniken, die Fälschern das Leben schwer machen.

1. ERHABENE DRUCKBILDUNG

Streichen Sie mit dem Finger über das Porträt der Königin oder des Königs. Bei echten Noten spüren Sie eine deutliche Erhebung – besonders an den Schultern und der Krone. Fälschungen fühlen sich glatt an oder haben nur schwache Unebenheiten. Studien zeigen: 78 % aller gefälschten 20-Pfund-Scheine scheitern an diesem Test.

2. DAS TAKTILE MARKIERUNGSSYSTEM

Auf der linken Seite jeder Note finden Sie kurze, erhabene Linien. Bei der 5-Pfund-Note sind es drei Linien, bei der 10-Pfund-Note vier und so weiter. Diese Linien helfen Sehbehinderten, den Wert zu erkennen – und sind für Fälscher schwer nachzubilden. Fehlen sie oder fühlen sie sich falsch an, ist der Schein verdächtig.

SICHTBARE SICHERHEITSMERKMALE: WAS SIE MIT DEN AUGEN PRÜFEN

Moderne Drucktechniken machen es Fälschern fast unmöglich, alle optischen Details korrekt abzubilden.

1. DAS HOLOGRAMM-BAND

Auf der Vorderseite der 20- und 50-Pfund-Noten befindet sich ein silbernes Hologramm-Band. Kippen Sie den Schein hin und her. Bei echten Noten wechseln die Motive zwischen einem Porträt (Charles Darwin oder Alan Turing) und dem Wert der Note. Fälschungen zeigen oft nur ein statisches Bild oder verschwommene Farben. 63 % aller entdeckten Fälschungen haben ein fehlerhaftes Hologramm.

2. DER FARBWECHSEL DER SERIALNUMMER

Die Seriennummer auf der Rückseite der Note sollte von lila zu grün wechseln, wenn Sie den Schein neigen. Dieser Effekt entsteht durch spezielle Tinten, die Fälscher nur selten korrekt nachahmen können. Testen Sie das bei Tageslicht – künstliches Licht kann den Effekt verfälschen.

3. DAS WASSERZEICHEN

Halten Sie die Note gegen das Licht. Sie sehen ein klares Porträt der Königin oder des Königs sowie den Wert der Note. Bei Fälschungen ist das Wasserzeichen oft verschwommen, falsch positioniert oder fehlt komplett. Besonders bei 10-Pfund-Noten ist dieses Merkmal entscheidend: 89 % der gefälschten Scheine dieses Werts haben ein fehlerhaftes Wasserzeichen.

VERSTECKTE MERKMALE: DIE PROFI-METHODEN

Wer regelmäßig mit Bargeld arbeitet, sollte in eine UV-Lampe investieren. Diese kostet weniger als 20 Euro und entlarvt Fälschungen zuverlässig.

1. DIE UV-FASERN

Unter UV-Licht leuchten bei echten Noten bunte Fasern auf: Rot, Blau und Grün. Diese Fasern sind zufällig verteilt und lassen sich nicht reproduzieren. Fälschungen zeigen oft nur einfarbige oder gar keine Fasern. Bei 50-Pfund-Noten ist dieser Test besonders effektiv – 95 % der Fälschungen scheitern hier.

2. DER SICHERHEITSFADEN

Ein durchgehender silberner Faden zieht sich durch die Note. Unter UV-Licht leuchtet er grün. Bei Fälschungen ist der Faden oft aufgedruckt statt eingewoben oder leuchtet in der falschen Farbe.

3. DIE MIKROSCHRIFT

Mit einer Lupe erkennen Sie winzige Schriftzüge, die für das bloße Auge unsichtbar sind. Auf der 20-Pfund-Note steht beispielsweise “BANK OF ENGLAND” entlang der Unterkante des Porträts. Fälschungen haben hier oft verschwommene oder fehlende Buchstaben.

DIE HÄUFIGSTEN FÄLSCHUNGEN UND WIE SIE SIE ERKENNEN

Nicht alle Scheine werden gleich oft gefälscht. Die Bank of England veröffentlicht jährlich eine Liste der am häufigsten gefälschten Noten.

1. DIE 20-PFUND-NOTE

Mit 52 % aller Fälschungen ist die 20-Pfund-Note der Spitzenreiter. Betrüger konzentrieren sich auf das Hologramm und das Wasserzeichen. Prüfen Sie besonders:

– Den Farbwechsel des Hologramms (sollte von Porträt zu Wert wechseln).

– Die Mikroschrift unter dem Porträt von Adam Smith.

– Die fühlbare Druckbildung an